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24.11.2009
Volksstimme Halberstadt
Halberstadt Miriam-Lundner-Grundschule Halberstadt ist " Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage " Engagement für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit Von Jörg Endries Halberstadt. Über 260 Schulen in Deutschland, davon 45 in Sachsen-Anhalt, tragen bislang den Titel " Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ". Die Miriam-Lundner-Grundschule Halberstadt gehört seit gestern dazu. Dabei ist sie nicht eine unter vielen. In Sachsen-Anhalt gibt es erst eine Grundschule, die sich so nennen darf. Die Miriam-Lundner-Grundschule ist seit gestern die zweite. " Wir haben lange darauf gewartet und freuen uns jetzt umso mehr, dass es endlich geklappt hat ", spricht Schulleiterin Dr. Bettina Oelmann den Schülern, Eltern und ihren Kollegen aus den Herzen. Einen besseren Ort als den Sitz der Moses Mendelssohn Akademie hätte man für die Verleihung des Titels " Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage " in der Kreisstadt nicht finden können. Seit vielen Jahren beschäftigt man sich intensiv an der Grundschule mit der jüdischen Geschichte Halberstadts. Seit acht Jahren trägt die Schule den Namen eines kleinen jüdischen Mädchens ( Miriam Lundner ), das mit vielen anderen Halberstädtern jüdischen Glaubens von den Nazis in den Vernichtungslagern ermordet wurde. Eine Patenschaft verbindet die Halberstädter Schule auch mit der jüdischen Heinz-Galinski-Schule in Berlin. weiter
Volksstimme Halberstadt
Halberstadt Weiter so! Mut, Courage, nicht wegzuschauen, sondern zu helfen, wenn Menschen bedroht und geschlagen werden, weil sie eine andere Hautfarbe haben, behindert oder jüdischen, islamischen oder anderen Glaubens sind. Alles schnell gesagt. Aber wenn es darauf ankommt, bleibt es häufig bei Lippenbekenntnissen. Traurige Fälle von fehlender Courage, die es leider auch in Halberstadt schon gab und die Kreisstadt in der Öffentlichkeit in ein Licht rückten, wo sie einfach nicht hingehört. Man kann eben nicht früh genug damit beginnen, sich für Toleranz gegenüber Mitmenschen einzusetzen. Die Mädchen und Jungen der Miriam-Lundner-Grundschule in Halberstadt sind dafür ein gutes Beispiel. Weiter so ! Jörg Endries Quelle
21.11.2009
Volksstimme Halberstadt
Halberstadt Multikultureller Jugendtreff " Globali " etabliert sich Zeichen gegen Intoleranz setzen Halberstadt ( rp / phb ). " Es soll richtig bunt hier sein ", sagt Doris Dankemeier vom multikulturellen Jugendtreff " Globali ". Das klappt bereits hervorragend : Im Raum an der Kühlinger Straße 27 treffen sich nicht nur ganz viele verschiedene Nationen, auch das Programm ist mit dem Wort " bunt " prima beschrieben.
Ein Ort der Begegnung, des Kennenlernens und des Austausches Jugendlicher vieler Nationen soll " Globali " sein – und das ist es auch. Seit dem 29. Januar ist der Jugendtreff geöffnet, der Name kommt von den Jugendlichen selber, auch die Renovierung der Clubräume übernahmen die Jugendlichen in eigener Regie. Dabei werden sehr unterschiedliche Aktivitäten angeboten : Linedance, Breakdance, Aerobic, Tischtennis, Kicker, Gesellschaftsspiele, Karaoke und multikulturelles Kochen. weiter
20.11.2009
Netz gegen Nazis
10 Professoren: Bundesregierung betreibt mit Extremismusbekämpfung "Realitätsverleugnung" Die neue Bundesregierung will in Zukunft "Extremismus" bekämpfen statt wie bisher "Rechtsextremismus". 10 Uni-Professoren, die im Arbeitsbereich tätig sind, verurteilen dies scharf als Parteipolitik, die an der Realität völlig vorbei geht. Hier ihre Argumentation im Wortlaut. Die neue Regierungskoalition hat vereinbart, dass die staatlich finanzierten Anti-Rechts-Programme künftig in ein "Extremismusbekämpfungsprogramm" umgewandelt werden. Sie sollen sich gleichermaßen gegen linken und rechten Extremismus sowie gegen Islamismus richten. Dies kritisieren zehn renommierte Rechtsextremismus-Experten und erläutern, warum diese Pläne problematisch sind. Bisher fördert die Bundesregierung vor allem über das Bundesjugendministerium zwei Programme mit 24 Millionen Euro im Jahr. Die Mittel für die Programme gegen Rechtsextremismus zu reduzieren finden die Wissenschaftler "nicht akzeptabel". Netz gegen Nazis dokumentiert hier das Papier in voller Länge (Hervorhebungen von Netz gegen Nazis). weiter 19.11.2009
mdr
Regionalstudio Magdeburg - Nachrichten 19.11.2009 | 11:00 Uhr Zug der Erinnerung hält in Blankenburg Der "Zug der Erinnerung" macht ab heute Station in Blankenburg. Bis Sonnabend kann der Zug zwischen 8.30 Uhr und 19 Uhr auf dem Bahnhof besichtigt werden. Die drei Waggons beherbergen eine Ausstellung. Sie erinnert an das Schicksal Hunderttausender Kinder, die während des Nationalsozialismus deportiert und ermordet wurden. Der Verein Miteinander hat maßgeblich dafür gesorgt, dass der Zug auch in Sachsen-Anhalt stoppt. Vor allem Kindern und Jugendlichen ist diese Ausstellung ans Herz gelegt. Quelle
13.11.2009
taz 12.11.2009 Neonazis sind plötzlich obdachlos RECHTSEXTREMISMUS Die NPD-Jugendorganisation sagt Kongress ab, der in Rieger-Immobilie geplant war HAMBURG taz Die rechtsextreme NPD kann nach dem Tod des schwerreichen Neonazianwalts Jürgen Rieger seine Immobilien nicht mehr nutzen wie bisher. In einem Haus in Pößneck in Thüringen wird am Wochenende ein geplanter Bundeskongress der Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN) ausfallen. "Die Rechtslage ist zu unsicher", sagte der JN-Bundesvorsitzende Michael Schäfer am Mittwoch. weiter
Volksstimme Wernigerode
Wernigerode KZ-Überlebender Felix Kolmer berichtet über die Leidenzeit in Ausschwitz : "Immer Stille – Sprechen kostete zu viel Kraft" Wernigerode ( pa ). Bei minus 15 Grad steht er nackt auf dem Appellplatz. Es ist 5 Uhr, und schon seit einer Stunde ist er wach. Gerade ist Appell, um 6 Uhr marschieren alle zur Arbeit. Nach zwölf Stunden Schufterei geht es zurück ins Lager. Wieder ein Appell. An schlechten Tagen dauert er die ganze Nacht. " Zwischendurch immer wieder Selektionen ". So schildert Felix Kolmer seinen Alltag als Häftling und Zwangsarbeiter im Konzentrationslager Auschwitz. weiter 12.11.2009
Mitteldeutsche Zeitung Quedlinburg
Langen Weg zum grausigen Lager nachgegangen 18 Schüler der Berufsbildenden Schulen J.P.C. Heinrich Mette gestalten eine Wanderausstellung VON KATHARINA THORMANN, 11.11.09, 17:19h, aktualisiert 11.11.09, 21:12h Schüler erläutern Ellen Fauser (v.r.), Elke Koch sowie weiteren Interessierten die Schautafeln. (FOTO: CHRIS WOHLFELD) QUEDLINBURG/MZ. Fünf endlose Kilometer hatte der 17-jährige Christopher Wunsch mit seinen Klassenkameraden vor sich - zu Fuß. Exakt den selben Weg vom Bahnhof mussten vor knapp 65 Jahren auch die Häftlinge zum Konzentrationslager Langenstein-Zwieberge, ein Außenlager von Buchenwald zurücklegen. "Es ist unbegreiflich, die unzumutbaren Lebensverhältnisse hautnah mitzuerleben", zeigt der angehende gestaltungstechnische Assistent auf eine der vier Schautafeln, auf der ein erbärmlicher Schlafsaal zu sehen ist. Diesen und viele weitere mahnende Erinnerungen, auf Fotografien festgehalten, haben die Jugendlichen seit dieser Woche in den Berufsbildenden Schulen J.P.C. Heinrich Mette am Standort Weyhestraße in Quedlinburg ausgestellt. weiter
Volksstimme Wernigerode
Wernigerode Erinnerung an ehemaligen Direktor Regensburger im Landesmusikgymnasium Am Nazi-Regime zerbrochen Von Josephine Schlüer Wernigerode. Während des ersten Weltkrieges diente der 1877 geborene Paul Regensburger noch auf deutscher Seite. Zur Machtergreifung Hitlers 1933, durfte er wegen seiner jüdischen Wurzeln nicht einmal mehr seinen Beruf als Schuldirektor an der Mädchenschule " Fürstin Anna ", dem heutigen Landesgymnasium für Musik, in Wernigerode ausüben. 20 Jahre unterrichtete er dort unter anderem Mathematik, bis die Gestapo ihn öffentlich vor den Augen seiner Schüler über den Hof abführte. In der Zeit danach wurde er regelmäßig zu Verhören abgeholt und gefoltert, woran er schließlich zerbrach und 1942 starb. Um des Wernigeröders zu gedenken, fanden sich am Montagmorgen die Schüler der Klassenstufen 9 bis 12 in der Aula des Landesgymnasiums für Musik ein. Die Erinnerungsfeier wurde von der Stadträtin Renate Goetz und dem Geschichtslehrer Ralf Czubatinsky initiiert. Als Ehrengäste wurden ein Enkel des ehemaligen Schulkdirektors, Helmut Regensburger, und eine damalige Schülerin, Regina Winkelmann, als Zeitzeugin eingeladen. weiter
Volksstimme Halberstadt
Halberstadt Volksstimme-Reihe Gesichter der Altstadt : Das Museumskaffee Hirsch ist für Mitglieder der jüdischen Gemeinde unverzichtbar Ohne Mut und Ausdauer würde es diesen Ort der Gemütlichkeit heute nicht geben Von Susann Barthel Halberstadt. Wenn man die Eingangstür öffnet, strömt einem schon der wohlige Geruch von frischem Kaffee und Leckereien in die Nase. Das gedämpfte Licht sorgt für Gemütlichkeit, die Holzbalken erinnern an vergangene Tage. Und hinter dem Museumskaffee Hirsch in der Bakenstraße 57 liegt eine bewegte Vergangenheit. Für Jutta Dick, die Direktorin der Moses Mendelssohn Akademie, ist es keine Selbstverständlichkeit, dass Gäste von nah und fern in den Genuss der Gaumenfreuden des Hauses kommen. " 1938 wurde dieser Ort zum Schauplatz der Geschichte : über das Haus drang man in die angrenzende Synagoge ein ", erzählt sie. Die Mauerreste hinter dem Museumskaffee Hirsch erinnern an diese Schicksalstage. Die Häuser in der Bakenstraße wurden im 18. Jahrhundert errichtet, Aufzeichnungen und Chroniken berichten von ihren Wurzeln. " Das Gebäude des heutigen Museumskaffees wurde von einem Schuhmacher, einem Maurer, einem Kesselreiniger und zwei Fleischern bis in die jüngste Gegenwart genutzt ", so Jutta Dick. weiter
10.11.2009
Volksstimme Sachsen-Anhalt Gedenken der Pogromnacht 1938 / Robra : "Unvergesslich in unseren Herzen" Magdeburg / Halberstadt ( je / dpa ). Mit Gedenkveranstaltungen ist gestern in mehreren Orten Sachsen-Anhalts an die Opfer der Pogromnacht von 1938 erinnert worden. " Die vertriebenen und ermordeten jüdischen Bürger sind unvergesslich in unseren Herzen und Gedächtnissen ", sagte Staatsminister Rainer Robra ( CDU ) anlässlich einer Gedenkfeier gestern in Magdeburg. Robra hob die entscheidende Rolle politischer und historischer Bildung von Jugendlichen hervor. weiter
Volksstimme
Sachsen-Anhalt Newsticker Robra: Opfer der Pogromnacht "unvergesslich" Magdeburg - Am Gedenktag für die Opfer der Pogromnacht von 1938 hat Staatsminister Rainer Robra (CDU) die entscheidende Rolle politischer Bildung von Jugendlichen hervorgehoben. "Profundes Wissen über die Geschichte und Gegenwart sind der einzige Weg, aus der Geschichte zu lernen", sagte Robra laut Mitteilung am Montag in Magdeburg. Am 71. Jahrestag waren in Sachsen-Anhalt zahlreiche Gedenkfeiern und Gottesdienste geplant. Am 9. November 1938 hatten in Deutschland Nationalsozialisten jüdische Geschäfte und Synagogen geplündert und zerstört sowie zahlreiche Menschen misshandelt und ermordet. Die Opfer seien unvergesslich", sagte Robra. Quelle
Volksstimme Halberstadt
Halberstadt Am 9. November 1938 wurde die Synagoge geplündert Halberstädter gedenken der Pogromnacht-Opfer Halberstadt ( je / rp ). " Diese Nacht war das Ende der jüdischen Gemeinde in Halberstadt ", sagt Jutta Dick von der Moses Mendelssohn Akademie über die Pogromnacht im Jahr 1938. Gestern wurde an die Opfer erinnert.
" Bis ins 18. Jahrhundert war Halberstadt eine der wichtigsten jüdischen Gemeinden überhaupt, auch wichtiger als Berlin ", erinnert Dick an die Vergangenheit. " Zehn Prozent der Bevölkerung waren damals jüdischen Glaubens. " In der Zeit darauf gab es viele Abwanderungsbewegungen in größere Städte, die Zahlen jüdischer Bewohner blieben in Halberstadt allerdings vergleichsweise stabil. Erst im Jahr 1927 ist in den Büchern ein größerer Einbruch durch den Weggang des größten jüdischen Arbeitgebers vermerkt : " Da hat der Kupfer- und Messinghändler Hirsch geschlossen. Viele der Mitarbeiter sind mit ihm nach Berlin gewechselt. " weiter
Volksstimme Wernigerode
Wernigerode " Lebensborn " -Ausstellung in der Harzsparkasse eröffnet Die andere Seite nationalsozialistischer Rassenpolitik Von Peter Althaus Wernigerode. Die Rassenpolitik des Nationalsozialismus bestand aus der Vernichtung sogenannten " unwerten Lebens ". Dies geschah mit Hilfe von Gaskammern, Massenerschießungen und dergleichen.
Eine gestern in der Harzsparkasse eröffnete Ausstellung zeigt, dass es aber auch eine andere perfide Strategie des Reichsführers der SS, Heinrich Himmler, für das deutsche Volk gab. Auf insgesamt 13 Schautafeln der Ausstellung " Lebensborn " des Kreisjugendringes Ebersberg wird die Ideologie und die Finanzierung des Vereins erklärt. Zielsetzung sollte sein, pro Jahr 100 000 " arische " Nachkommen für das Reich zu züchten. Werdende Mütter wurden in den Lebensborn-Heimen betreut. Der Verein " Lebensspuren " holte die Dokumentation nach Wernigerode. Matthias Meißner als Geschäftsführender Vorsitzender : " Die Ausstellung zeigt, wie die NS-Bevölkerungspolitik die Steigerung der Bevölkerungszahlen erreichen wollte, natürlich unter Berücksichtigung rassischer Normen. Das ist sozusagen die andere Seite des Holocaust ". So enthüllen die Tafeln auch den Gedanken hinter dem Verein, der laut Meißner nach dem Krieg als " einzige NS-Organisation verharmlost wurde ". " Der ‘ Lebensborn ‘ war keine karitative Einrichtung, wie auch die Amerikaner nach dem Krieg dachten, sie war ein rassenpolitisches Instrument ", betonte der Vorsitzende. In der Ausstellung kann man noch bis Freitag, 20. November, einen Eindruck von der Entwicklung, dem Alltag und dem Ende des SS-Vereins gewinnen. Quelle 05.11.2009
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 594/09
Magdeburg, den 3. November 2009 Böhmer zum Rechtsextremismus: „Auseinandersetzung muss aus allen Teilen der Gesellschaft heraus getragen werden“/ Hövelmann: „Breiter politischer Ansatz der Landesregierung sichtbar“ Die Landesregierung hat in ihrer heutigen Sitzung ihre Antwort auf eine Große Anfrage der Fraktion Die Linke zum Thema Rechtsextremismus beschlossen. „Mit dieser Antwort legen wir eine umfassende Darstellung der verschiedensten politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und strafrechtlichen Aspekte des Rechtsextremismus und seiner Bekämpfung in Sachsen-Anhalt vor“, sagte dazu Innenminister Holger Hövelmann. „Das ganze Ausmaß des Problems wie auch der breite politische Ansatz der Landesregierung im Umgang mit dem Rechtsextremismus werden darin sichtbar.“ Die Themen der Großen Anfrage reichen vom Rechtsextremismus in Schulen und Haftanstalten über rechtsextreme Musik und Versandhändler bis hin zur Tätigkeit rechtsextremer Parteien und ihrer Vertretung in kommunalen Parlamenten. Hövelmann unterstrich, dass es keinerlei Anlass zur Entwarnung gebe. Die Daten zur Verbreitung antidemokratischer und ausländerfeindlicher Vorbehalte belegten, dass in einem Teil der Gesellschaft ein Nährboden für neonazistische Aktivitäten weiterhin vorhanden sei. weiter Download der großen Anfrage
Bündnis 90/Grüne Sachsen-Anhalt Landesregierung mit guter Bestandsaufnahme Große Anerkennung sprechen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN der Landesregierung für ihre jüngsten Äußerungen zum Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt aus. "Die Landesregierung beschreibt das Problem schonungslos und in guter Detailtiefe" kommentiert der Landesvorsitzende Christoph Erdmenger die Antwort auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke im Landtag. "Früher hatte die CDU Probleme zuzugeben, dass Rechtsextremismus das zentrale Problem sei, nicht politischer Extremismus allgemein. Sachsen-Anhalt ist hier weiter als die schwarz-gelbe Bundesregierung, die laut Koalitionsvertrag die vorhandenen Programme gegen Rechtextremismus in Extremismusbekämpfungsprogramme umwandeln wollen." Die Debatte im Land sei damit einen großen Schritt weitergekommen. weiter
Volksstimme
Sachsen-Anhalt Newsticker Grüne: Bericht zum Rechtsextremismus positiv Magdeburg - Die Grünen haben die Bestandsaufnahme der Landesregierung zum Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt befürwortet. Das Problem sei "schonungslos und in guter Detailtiefe" beschrieben worden, erklärte Grünen-Landesvorsitzender Christoph Erdmenger am Mittwoch in Magdeburg. Er bezog sich damit auf die umfassende Antwort der Landesregierung auf eine Große Anfrage der Landtagsfraktion der Linken, die am Dienstag veröffentlicht worden war. "Früher hatte die CDU Probleme zuzugeben, dass Rechtsextremismus das zentrale Problem sei, nicht politischer Extremismus allgemein." Jedoch dürfe die Finanzierung der Beratungsstellen gegen Rechts nicht gekürzt werden. Quelle
mdr
Sachsen-Anhalt Bemühungen um NPD-Verbot gehen weiter Trotz der Vorbehalte in anderen Bundesländern will sich Sachsen-Anhalt weiter um ein Verbot der NPD bemühen. Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) sagte am Dienstag, die Ideologien der rechtsextremen Partei könnten damit zwar nicht beseitigt werden. Für die Arbeit der Polizei wäre es aber besser, wenn ein gesetzliches Verbot möglich wäre. Böhmer zufolge laufen mit den anderen Bundesländern weiter Gespräche darüber, ob ein neues Verbotsverfahren in Angriff genommen werden sollte. Böhmer hatte gemeinsam mit Innenminister Holger Hövelmann (SPD) die Antworten auf eine Große Anfrage der Linkspartei im Landtag vorgestellt. Sie umfasste 332 Fragen zum Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt. Dabei bezog Böhmer in seine Äußerungen über ein Verbotsverfahren auch die rechtsextreme DVU ein. Anhaltspunkte dafür hätten sich etwa während der Zeit der DVU im Landtag von 1998 bis 2002 ergeben. Hövelmann hatte sich bereits in den vergangenen Monaten immer wieder für ein neues NPD-Verbotsverfahren ausgesprochen. weiter Mitteldeutsche Zeitung Mansfeld Das Bild der Häftlinge hat sich den Kindern eingeprägt Berüchtigter Todesmarsch des KZ Langenberg-Zwieberge machte im April 1945 auch in Welbsleben Station VON BURKHARD ZEMLIN, 04.11.09, 18:44h, aktualisiert 05.11.09, 00:25h WELBSLEBEN/MZ. Mit ihren Recherchen auf den Spuren des berüchtigten Todesmarsches der Häftlinge, der am 9. April 1945 im KZ Langenberg-Zwieberge begann, ist die Historikerin Ellen Fauser Mittwoch in Welbsleben ein Stück vorangekommen. Die Leiterin der KZ-Gedenkstätte Langenberg-Zwieberge hat mit Zeitzeugen gesprochen und deren Erinnerungen festgehalten. Der Freizeitforscher Hans Richter aus Wernigerode hatte den Kontakt hergestellt. Er war Hinweisen gefolgt, dass ein Teil der Häftlinge Welbsleben passiert haben musste. So lernte der Diplomingenieur, der als Rentner, wie er sagt, "viel Zeit" habe, Annemarie Fischer (geb. Pupke), Paul Geppert und Konrad Schick kennen. Alle drei waren im Frühjahr 1945 zehn, elf Jahre alt, und das Geschehen vom 11. oder 12. April hat sich ihnen eingeprägt. "Da kamen Leute mit Holzlatschen, abgemagert. Hier direkt am Hang haben sie gelegen", beginnt Paul Geppert zu erzählen. Schlimm hätten sie ausgesehen, ist er sich mit Konrad Schick und Annemarie Fischer einig. "Es waren nur noch Gestalten." Ein Bild des Jammers. weiter Volksstimme Wernigerode
Wernigerode Autorin liest in der Wernigeröder Remise aus ihrem Buch " Wenn Kinder rechtsextrem werden " Mutter berichtet: "Es gab Momente, da hab ich ihn einfach nur gehasst" Von Peter Althaus und Josephine Schlüer Claudia Hempel liest aus "Wenn Kinder rechtsextrem werden".
In der Wernigeröder Remise hat Claudia Hempel den Auftakt ihrer Lesereise zu ihrem Buch " Wenn Kinder rechtsextrem werden " gegeben. Etwa 70 Leute versammelten sich dort, um die Autorin zu hören und anschließend mit ihr über das Thema zu diskutieren.
Wernigerode. Richtig nachempfinden kann es wahrscheinlich nur eine Mutter. Wie weit man in der Beziehung zu seinem Kind sein muss, wenn man sagt, dass man es " einfach nur noch hasst ". Diese Erfahrung machte eine der Mütter, mit denen die Autorin Claudia Hempel für ihr Buch " Wenn Kinder rechtsextrem werden " gesprochen hat. Neun Frauen und ein Mann beschreiben darin, wie es sich anfühlt, wenn das eigene Kind sich der rechtsextremen Szene anschließt. " Darunter leidet die ganze Familie ", heißt es in einem Abschnitt, vorgetragen von Claudia Hempel. weiter
03.11.2009
Volksstimme
Sachsen-Anhalt Newsticker Oberbürgermeister von Aschersleben dankt Polizei Aschersleben/Magdeburg - Nach der Auflösung eines Skinhead-Konzerts im Ascherslebener Ortsteil Mehringen am Wochenende hat sich Oberbürgermeister Andreas Michelmann (parteilos) bei der Polizei bedankt. Die Beamten hätten dem "braunen Spuk" mit einem mutigen und professionellen Einsatz innerhalb kürzester Zeit ein Ende gemacht, sagte Michelmann nach Angaben der Stadtverwaltung am Montag in Aschersleben. Gegen Nazis dürfe es keine Toleranz geben. Dafür wolle er Verantwortliche etwa in Vereinen stärker sensibilisieren. Die Stadt wolle ihnen Hilfe anbieten, falls undurchsichtige Leute Räume für angebliche Privatfeiern mieten wollten. Quelle Mitteldeutsche Zeitung Aschersleben
GROSSEINSATZ Mehringen war Ziel der Skinheads. Polizei stoppt ein Konzert der Rechten MEHRINGEN/MZ/GIN - Der Ascherslebener Ortsteil Mehringen sollte am späten Sonnabendabend die Kulisse für ein Skinhead-Konzert mit über 300 Gästen werden, doch die im Vorfeld bereits sensibilisierte Polizei konnte die verbotene Veranstaltung schon nach wenigen Minuten auflösen. Nicht ganz ohne Verluste allerdings: Bei dem Einsatz wurden fünf der über 100 Polizeibeamten verletzt, auch zwei der Konzertteilnehmer mussten ambulant versorgt werden. Sie hatten Pfefferspray in die Augen bekommen. "Uns war im Vorfeld schon bekannt, dass es in Mitteldeutschland ein Konzert der rechten Szene geben sollte, wo genau, das wussten wir allerdings noch nicht", informiert Thomas Kriebitzsch, Pressesprecher der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord, die Mitteldeutsche Zeitung. Als dann mitten in dem kleinen Mehringen in der Nähe einer Kleingartenkolonie über 80 Autos aus ganz Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg entdeckt wurden, war schnell klar, dass die Beamten den Konzertort entdeckt hatten. weiter Mitteldeutsche Zeitung Bernburg Gewaltbereite Rechte leisten Widerstand und verletzten fünf Polizisten. Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs. Polizei löst ein verbotenes Skinhead-Konzert auf MEHRINGEN/MZ/GIN - Der Ascherslebener Ortsteil Mehringen sollte am späten Sonnabendabend die Kulisse für ein Skinhead-Konzert mit über 300 Gästen werden, doch die im Vorfeld sensibilisierte Polizei konnte die verbotene Veranstaltung schon nach wenigen Minuten auflösen. Nicht ganz ohne Verluste allerdings: Bei dem Einsatz wurden fünf der über 100 Polizeibeamten verletzt, auch zwei der Konzertteilnehmer mussten ambulant versorgt werden. Sie hatten Pfefferspray in die Augen bekommen. "Uns war im Vorfeld schon bekannt, dass es in Mitteldeutschland ein Konzert der rechten Szene geben sollte, wo genau, das wussten wir allerdings noch nicht", informiert Thomas Kriebitzsch, Pressesprecher der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord, die Mitteldeutsche Zeitung. Als dann mitten in dem kleinen Mehringen in der Nähe einer Kleingartenkolonie über 80 Autos aus ganz Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg entdeckt wurden, war schnell klar, dass die Beamten den Konzertort entdeckt hatten. weiter
02.11.2009
Miteinander e.V.
Aufgelöstes Neonazikonzert in Mehringen (Sachsen-Anhalt) Miteinander e. V. sieht hohe Gewaltbereitschaft der rechten Szene bestätigt Die Arbeitsstelle Rechtsextremismus des Vereins Miteinander e. V. sieht in den Ereignissen im Zusammenhang mit der polizeilichen Auflösung eines illegalen Neonazikonzerts am Abend des 31. Oktober 2009 in Mehringen (Salzlandkreis) die Tendenz zu einer erhöhten Gewaltbereitschaft gegenüber der Polizei bestätigt. "Dass die eingesetzten Beamten durch Flaschen und Stuhlbeine verletzt wurden, bestätigt unsere Einschätzung, dass die Gewaltbereitschaft der rechtsextremen Szene im Kontext von Demonstrationen, Konzerten und anderen Aktionen steigt", sagte David Begrich, Mitarbeiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus am Montag in Magdeburg. weiter
Volksstimme
Sachsen-Anhalt Über das Schicksal jüdischer Kinder "Zug der Erinnerung" fährt durch das Land Magdeburg ( dpa ). Der " Zug der Erinnerung " zum Gedenken an junge Opfer der NSVernichtungslager macht vom 16. bis 18. November in Magdeburg Station. Die Ausstellung dokumentiert das Schicksal von einer Million vornehmlich jüdischen Kindern und Jugendlichen, die die Nazis mit der Bahn in Vernichtungslager brachten. Vorgestellt werden Biografien von Opfern und auch Tätern.
Nach dem Aufenthalt in Magdeburg kommt der Zug nach Blankenburg ( 19. bis 21. November ), Dessau-Roßlau ( 22. bis 24. November ) und Wittenberg ( 25. bis 27. November ). Seine aktuelle Deutschland-Tour startete Anfang Oktober. Ein Problem sind wie schon in den vergangenen zwei Jahren die Kosten, die durch Trassen- und Stationsgebühren der Deutschen Bahn AG sowie die Miete für Waggons und Lokomotive entstehen. Der Trägerverein bestreitet die Kosten weitgehend mit Spenden. weiter Mitteldeutsche Zeitung MZ im Gespräch «Eine ganz große Naivität» Claudia Hempel hat ein Buch über Eltern rechtsextremer Kinder geschrieben erstellt 30.10.09, 15:43h HALLE/MZ. Wie reagieren Eltern, deren Kind in die rechte Szene abgerutscht ist? Was können sie tun? Die Journalistin Claudia Hempel, die sich ausführlich mit dem Thema befasst hat, gibt Tipps. Unser Redakteur Alexander Schierholz sprach mit ihr. Frau Hempel, Sie haben mit Müttern gesprochen, deren Kinder rechtsextrem sind. Um welche Altersgruppe geht es da? Hempel: Das lässt sich schwer eingrenzen. Mittlerweile liegt das Einstiegsalter in die rechte Szene häufig schon bei zehn oder elf Jahren. Ich hatte aber auch eine Familie, da war die Tochter schon Anfang 20, als sie in die Szene rutschte. Also in einem Alter, von dem man landläufig denkt, da passiert das nicht mehr. weiter
Mitteldeutsche Zeitung Lesereihe Die Termine erstellt 30.10.09, 15:49h HALLE/MZ. Claudia Hempel liest in Sachsen-Anhalt aus ihrem Buch "Wenn Kinder rechtsextrem werden - Mütter erzählen". 2. November, Wernigerode, Remise, Marktstraße; 3. November, Quedlinburg, Rathaus; 4. November, Eisleben, Gemeindehaus St. Gertrud, Klosterplatz; 5. November, Magdeburg, Stadtbibliothek, Breiter Weg; 6. November, Halle, Gedenkstätte Roter Ochse, Am Kirchtor Beginn jeweils um 19.30 Uhr, in Quedlinburg bereits um 19 Uhr. Quelle
Left Action
„Thor Steinar“ vs. Thorten Schneidar 21. Oktober 2009 in Allgemein Geschlossen Vor einigen Woche flatterte dem Soziokulturellen Zentrum Zora in Halberstadt eine Abmahnung, den Verkauf von “Thorten Schneidar”-Shirts zu unterlassen, ins Haus. Das Schreiben einer Anwaltskanzlei “Feser” aus Köln, das auf den 14. September datiert ist, fordert zudem die Zahlung von 1379,80 €. Die Frist zum Zurücksenden der angefügten Unterlassungserklärung lief am 21.09.09 um 15:00 ab. Laut Rechtsanwalt Feser, der von der MediaTex GmbH beauftragt wurde, bestehe die Gefahr einer Verwechselung von “Thorten Schneidar”-Shirts mit echten “Thor Steinar”-Klamotten. Außerdem würde in das “Unternehmenspersönlichkeitsrecht” eingegriffen und es läge eine “Verunglimpfung” der Marke vor. Nach Verstreichen der Frist ohne Erklärung und Zahlung des Betrages habe die Zora mit “…der Einschaltung der Gerichte zur Durchsetzung des Anspruches meiner Mandantin [der MediaTex GmbH] zu rechnen.”. Auch wenn diese Forderung reichlich absurd erscheint, muss sich die Zora nun auf eine gerichtliche Auseinandersetzung vorbereiten. Bitte unterstützt den Rechtskampf durch das Bestellen von T-Shirts! Quelle
01.11.2009
Polizeidirektion Nord - Pressemitteilung Nr.: 078/09 Magdeburg, den 1. November 2009 Polizei verhindert geplantes Konzert der rechten Szene Die Polizei verhinderte am gestrigen Samstagabend ein in Mehringen geplantes Skinheadkonzert mit über 300 Teilnehmern. Aufklärungsmaßnahmen der Polizei hatten im Bereich einer Kleingartenkolonie an einer ehemaligen Reiterhalle zu Feststellung von ca. 80 Fahrzeugen aus verschiedenen Landkreisen Sachsen-Anhalts und den Bundesländern Sachsen und Brandenburg geführt. Offensichtlich sollte hier unter der Legende einer privaten Feier ein Konzert der rechten Szene stattfinden Die Polizei erteilte dem Veranstaltungsverantwortlichen eine Verbotsverfügung. Dieses Verbot wurde durch die rechten Teilnehmer ignoriert. Im Weiteren wurde das als private Feier getarnte Konzert durch die Polizei aufgelöst. Gegen 22.15 Uhr wurden beim Betreten des Objekts die handelnden Polizeibeamten mit Flaschen beworfen. Den Beamten wurde aktiver Widerstand entgegengebracht. Im Veranstaltungsobjekt kam es zu massiven Sachbeschädigungen durch Konzertteilnehmer. Im Objekt fanden die Beamten neben Musikinstrumenten eine große Menge alkoholischer Getränke vor. Die Polizei stellte von allen Konzertteilnehmern die Identität fest und sprach den Personen einen Platzverweis aus. Insgesamt wurden fünf Polizeibeamten verletzt. Zwei Konzertteilnehmer wurden nach dem Einsatz von Pfefferspray ambulant behandelt. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruch und Beleidigung aufgenommen. (tk) Quelle
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