19 | 05 | 2012
April 2010 PDF Drucken E-Mail

26.04.2010

Miteinander e.V.

Nach dem Landesparteitag der NPD Sachsen-Anhalt
Militante Neonazis bestimmen den Kurs der Partei
Die am vergangenen Wochenende in Halberstadt gewählte Landesliste der rechtsextremen NPD für die sachsen-anhaltische Landtagswahlen 2011 wird nach Auffassung der Arbeitsstelle Rechtsextremismus des Vereins Miteinander von militanten Neonazis dominiert. "Mit der Vergabe der ersten vier Listenplätze an Personen aus dem militant neonazistischen Spektrum bestätigt die Landespartei ihren eindeutig neonazistischen Kurs der vergangenen Jahre", sagte David Begrich am Montag in Magdeburg. Mit dem JN- Bundesvorsitzenden Michael Schäfer und dem Bundesschulungsleiter der NPD-Jugendorganisation, Matthias Gärtner an der Spitze, strebt die Partei eine Etablierung auf Landesebene an.

Skeptisch äußerte sich Miteinander e.V. hinsichtlich der Ankündigung von
NPD - Landeschef Heyder, die Partei habe die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zum politischen Schwerpunkt der Bundespartei erklärt. "Die Situation der NPD ist komplex. Massive finanzielle Schwierigkeiten stehen partiellen politischen Erfolgen gegenüber. Die Landespartei ist in der Fläche nur schwach verankert und wenig kampagnenfähig", so Begrich. Er warnte jedoch davor, die Dynamik des Wahlkampfes zu unterschätzen. "Gelingt es der NPD, ein in der Bevölkerung hoch emotionales Thema mit ihren Vorurteilen und Politikangeboten zu besetzen, könnte der Plan der NPD, der Überraschungsfaktor bei der Landtagswahl zu sein aufgehen."

"Die demokratischen Parteien müssen sich frühzeitig auf eine inhaltliche
Auseinandersetzung mit der NPD bei den Themen Soziales und Kommunalreform vorbereiten", mahnte Begrich. (Quelle)

Volksstimme

Sachsen-Anhalt
Rechtsextreme Partei malt sich Chancen für Landtagseinzug aus
NPD kündigt "flächendeckend" Direktkandidaten an
Von Winfried Borchert
Halberstadt. NPD-Landesparteitag am Wochenende in Halberstadt Der Tagungsort in " Lolo’s Hof ", einem Treff der rechten Szene, war von NPDWachleuten abgeriegelt. Einlass erhielten nur akkreditierte Journalisten. Diskussionen fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nur für wenige Minuten waren Bild- und Tonaufnahmen im Tagungsraum gestattet.

Vor dem Tagungsort attackierten und bedrohten NPDOrdner nach Polizeiangaben das Auto eines Vereins, der das Gelände filmen wollte. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.
Zur Landtagswahl 2011 will die rechtsextreme Partei mit einer Liste von 20 Kandidaten antreten. Das teilte NPD-Landesvorsitzender Matthias Heyder am Sonnabend am Rande des Landesparteitages in Halberstadt mit, an dem auch Parteichef Udo Voigt teilnahm. weiter

RFH-TV

Landesparteitag der NPD in HBS
Wie öffentlich angekündigt, wurde am 24.04.2010 ein Listenparteitag der NPD zur Bestimmung ihrer Kandidaten für die Landtagswahlen 2011 durchgeführt. An der Veranstaltung nahmen neben dem Bundesvorsitzenden der NPD Udo Voigt  ca. 70 Parteimitglieder teil. Als Veranstaltungsort wählte die Partei das regionale Bürgerbüro in Halberstadt. Wie vorher festgelegt, wurden keine Ver- treter der Medien zugelassen. Erst gegen 18.00 Uhr gab es für die Presse Ge- legenheit, das Ergebnis der Veranstaltung abzufragen. Ein öffentliches Inte- resse durch die Bevölkerung war nicht zu erkennen. Lediglich zwei Vertreter eines alternativen Vereins machten Fotoaufnahmen, worauf Ordner der Ver- staltung mit Fäusten auf deren PKW einschlugen und diese bedrohten. Ein Sachschaden entstand nicht. Eine entsprechende Strafanzeige wurde erstattet, die ersten Ermittlungen aufgenommen. (Quelle)

DIE LINKE. im Landtag Fraktion DIE LINKE

Lückenhafte Ermittlungsarbeit der Polizei am Tatort Halberstadt wirft weiter Fragen auf Der 10. Parlamentarische Untersuchungsausschuss befragte heute erneut Zeugen zu den Vorgängen um den Überfall  mit  einem  rechtsextremistischen  Hintergrund  auf Schauspielerinnen  und  Schauspieler  des  Nordharzer  Städtebundtheaters  in  der Nacht vom 8. zum 9. Juni 2007 in Halberstadt. Dazu erklärt die Obfrau der Fraktion Gudrun Tiedge: „Wie schon in den vorangegangenen Zeugenbefragungen erhärtet sich der Eindruck polizeilichen Fehlverhaltens nach einem Angriff von Rechtsextremen auf eine Halberstädter Schauspielgruppe, offenbar waren die im Einsatz befindlichen Beamten völlig überfordert und hilflos. weiter


25.04.2010

blick nach rechts


Pressefest im Ferienlager
Die braune Szene führt ihre Events zunehmend auf Privatgrund oder unter dem Deckmantel einer „Privatveranstaltung“ durch.
Aus taktischen Gründen scheinen Neonazis ihre Aktivitäten in diesem Jahr verstärkt auf Privatgelände zu verlagern. Auch die „Deutsche Stimme“ plant ihr „Pressefest“ Anfang August in einem privaten Feriendorf bei Görlitz. Im Schloss Trebnitz in Sachsen-Anhalt fand bereits Mitte April ein Familienfest für die Szene und Einwohner der kleinen Gemeinde statt. weiter

Volksstimme Halberstadt


Halberstadt
Jugend für Demokratie organisiert Podiumsdiskussion im Halberstädter Rathaus / Tim Lüddemann :
"Wir wollen mit Schülern ins Gespräch kommen"
Halberstadt ( tj ). Die Halberstädter " Jugend für Demokratie " lädt am Mittwoch, dem 28. April, um 18 Uhr zu einer Diskussionsveranstaltung mit Vertretern von Schüler- und Studentenschaft, Politik und Lehrenden in Sachsen-Anhalt in den Ratssaal des Halberstädter Rathauses ein.

Schirmherr der Veranstaltung ist Oberbürgermeister Andreas Henke, der auch ein Begrüßungswort halten wird. Die Moderation übernimmt Oliver Wendenkampf, Geschäftsführer des Landesverbandes vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Für die Schülerschaft wird Christian Franke, Beisitzer im Landesschülerrat, sprechen und die Studenten wird Julian Dupont vom Studierendenrat Magdeburg vertreten.
" Ganz besonders freuen wir uns über die Zusage von Holger Hövelmann ", sagt Corado Stock von dem dreiköpfi gen Komitee der Jugend für Demokratie. " Als Innenminister kann er natürlich gut mit den Leuten ins Gespräch kommen und zur Teilnahme an der Diskussion motivieren. " weiter


23.04.2010

Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt

Lottoscheck unterstützt Arbeit der Stiftung
30 000 Euro für Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge
Halberstadt. Im letzten Kriegsjahr mussten 7 000 Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen einen unterirdischen Stollen zur Verlagerung der Rüstungsproduktion in die Thekenberge bei Halberstadt treiben. Zur Erinnerung an diese Zeit organisiert die Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge seit April 1991 jährlich Tage der Begegnung mit ehemaligen Häftlingen, Hinterbliebenen und Angehörigen der ehemaligen Gefangenen. Die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt plant, das Mahnmal der 1949 eingeweihten und 1968 umgebauten Gedenkstätte neu zu gestalten und damit diesen Gedenkort aufzuwerten. Für dieses Vorhaben stellt die Lotto GmbH Sachsen-Anhalt 30 000 Euro zur Verfügung. Den Scheck überreichte Lottobezirksleiter Ronald Daßler anlässlich der Versammlung des Fördervereins symbolisch an André Baud, Sohn des KZ-Überlebenden Claude Baud. „Wir haben eine ganz besondere Verantwortung dafür, dass diese düsteren Abschnitte der Vergangenheit unvergessen bleiben und als sichtbare Mahnung für die nach uns kommende Generationen erhalten werden.“ Im Auftrag der Stiftungsleitung informierte Dr. Kai Langer über die Entwürfe der Umgestaltung. Das Projekt kann in den nächsten Wochen starten. Die Fertigstellung erfolgt in diesem Jahr.
Die Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge ist Teil der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt.
Das Gelände der Gedenkstätte auf dem ehemaligen Lagergelände ist jederzeit begehbar.

Volksstimme

Sachsen-Anhalt Newsticker
Lottogeld für Umbau der KZ-Gedenkstätte Langenstein
Halberstadt/Magdeburg - Die Umgestaltung der KZ-Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge bei Halberstadt wird teilweise mit Lotto-Geld finanziert. Die Lottogesellschaft des Landes stellt für das Vorhaben 30 000 Euro zur Verfügung, wie die Stiftung Gedenkstätten am Freitag mitteilte. Geplant ist, den Bereich mehrerer Massengräber umzubauen, über den derzeit Besucher laufen, ohne es zu wissen. Unter anderem sollen die Gräber mit hunderten Toten mittels Steinen aus dem Tunnelsystem, in dem die Häftlinge Zwangsarbeit leisten mussten, kenntlich gemacht werden. Auch Namenstafeln sollen an die Opfer erinnern. Das Projekt startet in den kommenden Wochen. (Quelle)

Volksstimme Halberstadt

Halberstadt
Spannender Vortrag im Städtischen Museum
Kindheitserinnerungen eines Zeitzeugen an den Angriff vom 8. April
Von Helga Scholz
Halberstadt. Rund 80 interessierte Zuhörer fanden sich kürzlich zu einem spannenden Vortrag im Städtischen Museum ein. Der Referent Siegfried Gebser zeigte sich erstaunt über den Andrang, den sein Thema verursacht hatte. Und es waren nicht nur ältere Menschen gekommen, die das furchtbare Geschehen direkt oder aus sicherer Entfernung miterlebt hatten. Viele jüngere Gäste wollten einen Augenzeugen hören.

Gebser, der als Neunjähriger die Angriffe am 7. und 8. April 1945 erlebt hatte, versuchte als Erwachsener, mithilfe verschiedenster Dokumentationen Erinnerung und Realität auf einen Nenner zu bringen. weiter


20.04.2010

Volksstimme


Sachsen-Anhalt
Rechtsextremisten wollen am Sonnabend eine Doppelspitze für die Landtagswahl wählen
NPD-Parteitag unter Ausschluss der Öffentlichkeit
Von Michael Bock
Magdeburg. Die rechtsextremistische NPD will am Sonnabend ihre Kandidaten für die Landtagswahl am 20. März 2011 bestimmen. Die etwa 70 Delegierten wollen dabei ganz unter sich bleiben. Die Öffentlichkeit ist vom Listenparteitag ausgeschlossen, Medienvertreter dürfen nicht über den Verlauf der Parteiveranstaltung berichten.

Außerdem wird der Ort des Treffens geheimgehalten. Fest steht nur, dass die NPD im Kreis Harz zusammenkommen will.
Aus einer gestern verbreiteten Presseerklärung des NPD-Landesverbandes geht hervor, dass es erst nach Beendigung des Parteitages – gegen 18 Uhr – eine Pressekonferenz geben solle, " bei der akkreditierte Medienvertreter die Möglichkeit haben, mit den gewählten Mandatsbewerbern ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen ".

Journalisten werden der Pressemitteilung zufolge um eine " rückruffähige Telefonnummer " gebeten, " unter der wir Sie am Samstag, dem 24. April 2010, in der Zeit zwischen 10 und 14 Uhr erreichen können. Hierbei teilen wir Ihnen auch den genauen Ort der Pressekonferenz mit. " Und : " Vorsorglich weisen wir darauf hin, dass es vor, während und nach der Pressekonferenz keine Möglichkeit geben wird, Fotos von Personen anzufertigen. "
In der Pressemitteilung heißt es dazu : " Wir bedauern dieses etwas umständliche Prozedere, zu dem wir uns jedoch aufgrund des Verhaltens einiger weniger Vertreter der schreibenden und funkenden Zunft in der Vergangenheit gezwungen sehen. " weiter

NPD-Blog

“NPD-SA” macht für die Landtagswahl mobil

Die rechtsextremistische NPD will einem Bericht der Magdeburger Volksstimme zufolge am 24. April 2010 ihre Kandidaten für die Landtagswahl am 20. März 2011 bestimmen. Die etwa 70 Delegierten wollen dabei ganz unter sich bleiben. Die Öffentlichkeit sei vom Listenparteitag ausgeschlossen, Medienvertreter dürften nicht über den Verlauf der Parteiveranstaltung berichten. Außerdem werde der Ort des Treffens geheimgehalten. Fest stehe nur, dass die NPD im Kreis Harz zusammenkommen will. weiter

MDR Regionalstudio Magdeburg

20.04.2010 | 11:00 Uhr
Kriegsgedenken in Blankenburg
Die Harzstadt Blankenburg gedenkt heute des Bombenangriffs vor 65 Jahren. Dazu beginnt um 10 Uhr eine Gedenkveranstaltung im Rathaus. Mit dabei sind auch Zeitzeugen. Außerdem sollen Fotos gezeigt werden. Bei dem Angriff am 20. April 1945 war die Blankenburger Innenstadt zerstört worden. (Quelle)


19.04.2010

Volksstimme


Sachsen-Anhalt
65. Gedenktag im früheren KZ Langenstein
Jugendliche gedenken mit Marsch der Opfer
Langenstein ( dlo ). Knapp 100 Menschen – darunter frühere KZ-Häflinge, ihre Angehörigen sowie Einwohner von Langenstein und zahlreiche Schüler – haben gestern mit einem Marsch vom Bahnhof Langenstein zum Gelände des einstigen Konzentrationslagers Langenstein-Zwieberge an dessen Befreiung vor 65 Jahren erinnert. Sie beschritten den knapp fünf Kilometer langen Weg, den zwischen April 1944 und der Lagerbefreiung im April 1945 rund 7 000 Häftlinge gehen mussten. weiter

Volksstimme Halberstadt


Halberstadt
65 Jahre nach der Befreiung des KZ Langenstein-Zwieberge führt Gedenkmarsch durch Langenstein
Bewegende und erhellende Momente an einer langen Strecke voller Leiden
Von Dennis Lotzmann
Langenstein. " Heute haben alle wunderbares Schuhwerk und die Sonne scheint, früher klapperten die Holzpantoffeln im Morgengrauen über das Straßenpflaster. " Die beiden Senioren aus der Bahnhofstraße in Langenstein können sich noch gut an die Häftlingszüge erinnern, die vor gut 65 Jahren auf der Straße vor ihrem Haus vorbeizogen in Richtung Konzentrationslager. Zwar leben die beiden 82-Jährigen erst seit 1946 im Ort und haben die einstigen Bilder folglich nicht persönlich erlebt – allein die Erzählungen von anderen Langensteinern haben aber ausgereicht, um sich das Grauen bildlich vorzustellen.
Gestern waren es knapp 100 Menschen, die die Erinnerung an jene dunklen Kapitel vor 65 Jahren wieder wachwerden ließen. Auf Anregung der Gruppe der zweiten Generation – Angehörigen der KZHäftlinge – wurde ein rund fünf Kilometer langer Marsch absolviert, der den Leidensweg der damaligen Häftlinge nachzeichnete : Vom Bahnhof, wo die Gefangenen ab April 1944 ankamen, durch den Ort hindurch zum eigentlichen KZ in Langenstein-Zwieberge. weiter


17.04.2010

MDR Regionalstudio Magdeburg


Gedenkmarsch für ehemalige KZ-Häftlinge in Langenstein
In der KZ-Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge finden zur Zeit die Tage der Begegnung statt. Sieben ehemalige Häftlinge sind mit ihren Familien angereist und haben ein umfassendes Programm. Für Sonntag ist ein Gedenkmarsch geplant. Und zwar von Berufs-Schülern aus Böhnshausen. Am Bahnhof Langenstein kamen einst die Häftlinge an, dann mussten sie vier Kilometer ins Lager laufen. Diesen Weg gehen morgen auch Schüler aus drei Schulen. Er wird gesäumt sein mit Vergissmeinnicht - als Pflanzen oder als Plakate am Haus - als Symbol des Nicht-Vergessen-Dürfens. An mehreren Stationen werden biografische Texte der Überlebenden gelesen. Jeder ist aufgerufen, an dem Marsch um 9.30 Uhr ab dem Bahnhof Langenstein teilzunehmen. Um 12 Uhr findet dann am Mahnmal die Gedenkveranstaltung statt. Weitere Programmpunkte waren Gespräche der Überlebenden mit Schülern der Region sowie die Besichtigung des Stollens, den die Häftlinge selbst graben mussten für die getarnte Rüstungsproduktion der Nazis. (Quelle)


16.04.2010

MDR 1 RADIO SACHSEN-ANHALT


"Tage der Begegnung" in Gedenkstätte Langenstein
In der KZ-Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge bei Halberstadt wollen sich heute ehemalige Häftlinge mit Bürgern treffen. Dazu werden sechs Überlebende aus Polen, Frankreich und der Ukraine erwartet. Während der Nazi-Herrschaft mussten in dem Lager rund 7.000 Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen ein Tunnelsystem bauen. Vor 65 Jahren war das KZ von US-Truppen befreit worden. (Quelle)

Volksstimme

Sachsen-Anhalt Newsticker
"Tage der Begegnung" in Gedenkstätte Langenstein
Langenstein - 65 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Langenstein-Zwieberge haben am Freitag die "Tage der Begegnung" mit ehemaligen KZ-Insassen begonnen. Die Überlebenden kamen am Vormittag an Schulen in der Region mit Schülern zusammen und berichteten über die Gefangenschaft. In diesem Jahr wurden sechs Überlebende aus Polen, Frankreich und der Ukraine in der heutigen Gedenkstätte bei Halberstadt erwartet. Das KZ wurde am 11. April 1945 von US-Truppen befreit. Bis zu 5000 Gefangene starben im Lager oder auf Todesmärschen. In dem Außenlager des KZ Buchenwald mussten mehr als 7000 Häftlinge ein 13 Kilometer langes Tunnelsystem graben. (Quelle)


14.04.2010

Indymedia

[Halberstadt] 8. April - Tag des Alkohols?
Die Einwohner Halberstadts gedachten am letzten Donnerstag den Opfern des Bombardements am 8. April 1945. Auch die Neonazis um NPD-Ortschef Thorsten Fleischmann wollten in Form einer Schweigeminute auf dem Holzmarkt in der Innenstadt ihren Teil zum Gedenken beitragen.
Die Schweigeminute sollte 11.34 Uhr stattfinden, also zu der Uhrzeit, zu der vor 65 Jahren die Bomben der Alliierten auf Halberstadt fielen. Schon eine halbe Stunde vor Beginn trafen sich die ersten Nazis und bevölkerten das zentrale Einkaufszentrum, darunter auch Nazis von außerhalb. Der in rauen Mengen von den Kameraden erworbene Alkohol zeigte wenig später im öffentlichen Urinieren seine Wirkung. Kurz nach halb 12 fiel es den Nazis auch sehr schwer, für eine Minute ohne Alkohol und Nikotin still zu stehen. Mitten in der Schweigeminute geschah etwas, was sicherlich auch auf den massiven Alkoholkonsum zurückzuführen ist. Die anwesenden Nazis ließen sich, von einer Gruppe Kindernazis auf einen Fotografen aufmerksam gemacht, zu einem versuchten Angriff auf eben diesen verleiten, was glücklicherweise misslang. weiter

Volksstimme Halberstadt

Halberstadt
65. Jahrestag der Zerstörung Halberstadts / Trümmerfrauen räumten Stadt auf / Erika Erbert :
"Am meisten tat es weh, als wir das Theater abtragen mussten"
Von Peter Althaus
Halberstadt. Nur mal zum Zigaretten kaufen schickte der Vater die 13-jährige Erika Erbert am 7. April 1945. Unterwegs gab es plötzlich Luftalarm und die Bomben hagelten auf den Bahnhof der Domstadt. Erika Erbert folgt einem Trupp Soldaten und macht deren Bewegungen nach und schafft es so nach Hause in die Harzstraße. Einen Tag später, als das Mädchen mit ihren Eltern im Luftschutzkeller sitzt, geht Halberstadt im Rahmen der " Operation Sardine " in Flammen auf. " Die Stadt brannte noch drei Tage später. Alles war kaputt. Fast die ganze wunderschöne Stadt ", erzählt die Rentnerin. " Ein paar Tage später ging ich zu meiner Schule, der Mädchenschule Eins. Einer unserer Lehrer sagte bloß, dass es keinen Unterricht mehr gäbe und wir sollen etwas aus unserem Leben machen. An diesem Tag war meine Schulzeit vorbei ", berichtet die heute 79-Jährige. weiter


13.04.2010

Pressemitteilung des Revierkommissariats Wernigerode

Kriminalitätsgeschehen
[...]
Zeugenaufruf
Am 03.04.2010 ist es in der Zeit zwischen 22.30 und 23.00 Uhr in Darlingerode in der Straße der Republik zu einer gefährlichen Körperverletzung gekommen.
Der Geschädigte befand sich auf dem Heimweg vom Osterfeuer.
Auf Höhe der Feuerwehr wurde er aus einer Gruppe von mehreren Personen heraus durch drei bisher unbekannte männliche Personen angepöbelt. Von einer der Personen gingen in weiterer Folge tätliche Handlungen aus, die zu Verletzungen des Geschädigten führten, welche im Harzklinikum behandelt werden mussten.
Wer war zu dem Zeitpunkt an der Feuerwehr? Wer kann Hinweise zu dem Sachverhalt geben?
Hinweise bitte an das Revierkommissariat unter der Telefonnummer: 03943/6530.


11.04.2010

MDR

KZ-Gedenkstätte soll würdiges Gräberfeld erhalten
Zum 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Langenstein-Zwieberge bei Halberstadt hat Sachsen-Anhalts Innenstaatssekretär Rüdiger Erben angekündigt, die würdige Umgestaltung der Gräberfelder noch in diesem Jahr abzuschließen.
Bisher befindet sich über den Massengräbern des Lagers ein ehemaliger Appell- und Aufmarschplatz. Künftig sollen Steinhügel die Gräber markieren. Das Material stammt aus den Stollen, die die Häftlinge in die Thekenberge treiben mussten. weiter

Volksstimme

KZ Langenstein-Zwieberge vor 65 Jahren befreit
Magdeburg - Die Befreiung des Konzentrationslagers Langenstein-Zwieberge bei Halberstadt hat sich am Sonntag zum 65. Mal gejährt. Daran hat Innenstaatssekretär Rüdiger Erben (SPD) erinnert und zugleich auf die Umgestaltung der Gedenkstätte hingewiesen. Bislang liegt ein ehemaliger Appell- und Aufmarschplatz über den Massengräbern der ehemaligen Häftlinge. "Nach vielen Anlaufschwierigkeiten bin ich zuversichtlich, dass die Umgestaltung des Gräberfeldes in eine würdige Gedenkstätte noch in diesem Jahr abgeschlossen werden kann", teilte Erben am Sonntag mit. Die Planungen seien fast abgeschlossen. (Quelle)


09.04.2010

Ministerium des Innern des Landes Sachsen-Anhalt


Magdeburg, den 9. April 2010
Achtung! Sperrfrist Sonntag, 11.04., 10 Uhr
Vorsitzender des Stiftungsrates, Staatssekretär Rüdiger Erben, erinnert an den 65. Jahrestag der Befreiung des KZ-Außenlagers Langenstein-Zwieberge
Das Lager in Langenstein-Zwieberge wurde als Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald im April 1944 errichtet. Mehr als 7.000 Häftlinge aus 23 Ländern mussten für die Rüstungsindustrie unter menschenunwürdigsten Bedingungen am Bau des Stollensystems in den Thekenbergen bei Halberstadt arbeiten. Dabei sind über 70 % von ihnen ums Leben gekommen.
Das Stollensystem umfasste insgesamt 57.000 m² bei einer Länge von 13 Kilometern. Bombensicher und getarnt sollte untertage die Produktion von Jagdflugzeugteilen fortgeführt werden.
Am 11. April 1945 befreiten US-Truppen die Insassen des KZ. weiter

Volksstimme

KZ Langenstein-Zwieberge vor 65 Jahren befreit
Magdeburg - Die Befreiung des Konzentrationslagers Langenstein-Zwieberge bei Halberstadt jährt sich an diesem Sonntag (11. April) zum 65. Mal. Um der Opfer zu gedenken und Jugendlichen das Thema nahezubringen, werden zwischen dem 16. und 18. April die "Tage der Begegnung" veranstaltet. Schüler, Studenten und Auszubildende können dabei mit Überlebenden und deren Angehörigen aus Europa, Israel und den USA sprechen, wie die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt in Magdeburg mitteilte. Am 18. April wollen sie gemeinsam auf dem Weg der Häftlingstransporte vom Bahnhof Langenstein zur Gedenkstätte gehen. Schüler werden aus Texten Überlebender lesen. (Quelle)

Volksstimme

Halberstadt gedenkt Zerstörung vor 65 Jahren
Halberstadt - Anlässlich des 65. Jahrestages der Zerstörung Halberstadts gedenkt die Kreisstadt heute der Opfer. Um 11.30 Uhr lädt die Stadtverwaltung zu einer Kranzniederlegung an der Ruine der Franzosenkirche ein. Darüber hinaus wird um 19.00 Uhr in der Neuapostolischen Kirche ein Gedenkkonzert mit Orgelmusik veranstaltet. Am 8. April 1945 kurz vor Kriegsende waren bei einem Bombenangriff der Alliierten bis zu 3000 Menschen getötet und drei Viertel der Stadt zerstört worden. (Quelle)

Volksstimme Halberstadt

Halberstadt
Gedenkveranstaltung zum 65. Jahrestag des Bombenangriffs auf Halberstadt
Ein Zeichen für Frieden und Toleranz in der Stadt
Von Thomas Junk
Halberstadt. Stadtratspräsident Dr. Volker Bürger war sichtlich bewegt. Und mehreren hundert Halberstädterinnen und Halberstädtern ging es offensichtlich ähnlich. " Es bewegt mich sehr, wenn ich hier heute bei sonnigem Wetter stehe. Damals war es ein ebenso sonniger Tag, als ein fürchterlicher Bombenhagel unsere Heimatstadt in Schutt und Asche gelegt hat. Es war ein heiterer Himmel, aus dem die Bomben fielen. Es war aber nicht buchstäblich ein heiterer Himmel. Es war vielmehr ein düsterer Himmel. Ein düsterer Himmel, der am 1. September 1939 mit dem Überfall auf Polen aufgezogen war ", so Bürger. Deswegen wolle man nicht nur den 2000 Halberstädter Opfern des 8. Aprils 1945 gedenken, sondern vielmehr allen Opfers des Zweiten Weltkrieges. weiter

Volksstimme Halberstadt

Halberstadt
Zerstörung Halberstadts durch einen Bombenangriff am 8. April 1945 / Werner Hartmann :
"Darunter leidet die ganze Stadt bis zum heutigen Tag"
Von Peter Althaus
Halberstadt. Es ist ein klarer und wolkenloser Frühlingstag, dieser 8. April im Jahre 1945. " Bekannte kamen an diesem Morgen bei mir vorbei und waren auf dem Weg zum Friedhof ", erzählt Irmgard Besser, damals in der Bismarckstraße wohnhaft. Der Schreck sitzt den Einwohnern Halberstadts noch in den Knochen. Am Tag zuvor ist der Bahnhof der Domstadt bei einem Luftangriff bombardiert worden. Auf den Gleisen stand ein Munitionszug der Wehrmacht, der sich durch einen Volltreffer in Feuer, Schall und Rauch aufgelöst hat. Die Druckwelle zerstörte sogar Fenster und Scheiben der Kaufhäuser am Breiten Weg in über einem Kilometer Entfernung. Diese Kaufhäuser gehörten einst jüdischen Bürgern der Stadt, die bis zu diesem Tag alle ausgewandert oder von den Nazis in Vernichtungslager deportiert worden waren. weiter


07.04.2010

Volksstimme Halberstadt


Halberstadt
Kammerkonzert zum Gedenken an die Zerstörung Halberstadts vor 65 Jahren
Werke von Hans Krása und Gustav Mahler sollen dem Erinnern einen würdigen Rahmen geben
Halberstadt ( phb / ah ). In der Kammerbühne Halberstadt findet morgen um 19. 30 Uhr ein Konzert in Gedenken an die Zerstörung Halberstadts im Jahre 1945 statt. " Das Muthesius-Ensemble mit Orchestermusikern der Region spielt unter der musikalischen Leitung von Kapellmeister Martin Hannus von Hans Krása " Drei Lieder für Bariton, Klarinette, Viola und Violoncello " sowie eine Bearbeitung der 4. Sinfonie von Gustav Mahler. Es singen Juha Koskela, Bariton, und Marlene Behrmann, Sopran ", informiert Aud Merkel vom Nordharzer Städtebundtheater.

Hans Krása wurde 1899 in Prag als Sohn assimilierter Juden geboren und studierte an der deutschen Akademie für Musik und darstellende Kunst in Prag. weiter 


01.04.2010

MDR Regionalstudio Magdeburg


Fußballweltmeisterin Steffi Jones in Halberstadt
Fußballweltmeisterin Steffi Jones trägt sich heute in das Goldene Buch der Stadt Halberstadt ein. Sie ist Schirmherrin eines deutsch-israelischen Mädchenfußballprojektes, das heute mittag im Halberstädter Friedensstadion eröffnet wird. (Quelle)